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05.02.2010
Toyota RAV4 Facelift für den SUV-Klassiker
Zahlreiche Neueinsteiger machen dem Toyota RAV4 das Leben schwer. Mit zusätzlichen Antriebsvarianten und einem Facelift soll der frühere Bestseller altes Terrain zurückerobern. Blieb der Absatz des Toyota RAV4 auch nach der Einfüh¬rung des teureren BMW X3 im Jahr 2003 konstant, stürzte er 2008 nach dem Start des VW Tiguan um die Hälfte ab, obschon Toyota einen RAV4-Modellwechsel in 2006 startete. Jetzt versucht Toyota, mit einer umfangreichen Überarbeitung gegenzusteuern. Die äußer¬lichen Modifikationen fallen dabei eher dezent aus. Neue Stoßfänger an Front und Heck, geänderte Scheinwerfer und zusätzlicher Chromschmuck im Kühlergrill veredeln das Erscheinungsbild. Ein Reser¬verad trägt nur noch die Basis¬ausführung an der Hecktür, die gehobenen Ausstattungslinien Sol und Executive besit¬zen einen Reifenreparaturkit.
Im weitgehend unveränderten Innenraum erhält der Toyota RAV4 ak¬tive Kopfstützen auf den Vor¬dersitzen sowie ein neu gestal¬tetes Lenkrad mit integrierten Bedientasten. Die entschei-denden Änderungen verstecken sich jedoch unter dem Blech und betreffen Motoren und Getriebe. Als Benziner kommt ein neuer Zweiliter mit etwas mehr Leistung (158 statt 152 PS) zum Einsatz. Das manuelle Getriebe verfügt jetzt über sechs statt bisher fünf Vorwärtsgänge. Die Vierstufen-Wandlerautomatik wird durch ein stufenloses CVT-Getriebe (Multidrive S) ersetzt, das wahlweise mit einer Sportstellung sowie mit einem sequenziellen Modus mit sieben festen Überset¬zungen aufwartet. Im Normzyklus sinkt der Verbrauch des Hand-schalters (7,6 L/ 100 km) gegenüber dem Vorgänger um einen Liter.
Stärker und sparsamer wurde auch der D-4D-Diesel. Dank Piezo-Injektoren und auf 2.000 bar erhöhtem Einspritzdruck stiegen Leistung (136 auf 150 PS) und Drehmoment (310 auf 340 Nm). Verbrauchserspar¬nis: 0,5 L/100 km. Neu im Angebot ist endlich auch ein Selbstschalter für den Toyota RAV4. Allerdings reduziert sich die zulässige Anhängelast mit der sechsstufigen Wand¬lerautomatik auf 1.800 Kilo¬gramm gegenüber 2.000 Kilo bei den Toyota RAV4-Varianten mit manuellem Getriebe. Der stär¬kere D-CAT-Diesel mit 177 PS bleibt unverändert. Ebenfalls auf Wunsch zahl¬reicher Kunden bietet Toyota den RAV4 auch wieder in einer günstigen Einstiegsversion als reinen Fronttriebler an - diese Variante ist mit dem letzten Modellwechsel entfallen. Ein elektronisches Sperrdifferenzial zählt zum Serienumfang, die Preisersparnis gegenüber dem vergleichbaren Allradler beträgt 2.000 Euro. Auf den Benziner folgt im September der D-4D als Fronttriebler. Antriebsseitig zeigt sich der Toyota RAV4 gegenüber dem VW Tiguan nun besser aufgestellt. Doch der VW-Bestseller ist ein schwerer Gegner: Der Toyota RAV4 unterbietet ihn nur als Front¬triebler (ab 23.200 Euro) deutlich im Preis - aber nicht als Allradler (ab 27.300 Euro für den RAV4 2.2 D-4D 4x4).
