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Pininfarina

Mit dem Design des Einzelstücks Florida auf der Basis des Lancia Aurelia legte Pininfarina 1955 den Grundstein für ein halbes Jahrhundert automobiler Limousinen-Gestaltung in Europa und den USA. Dazu gehörten auch Modellreihen der British Motor Corporation (Austin A55 Cambridge Mk II, MG Magnette Mk III, Morris Oxford V, Riley 4/68, Wolseley 15/60), die Peugeots 404 und 505 sowie die Fiat-Serien 1800/2100 und 2300.

Viele Einzelanfertigungen auf der Basis von Lancia- und Ferrari-Modellen waren die Attraktionen auf den inter-nationalen Automobilmessen und festigten den weltweiten Ruhm des Designers. Eine besondere Beziehung pflegte Pininfarina auch zu Cadillac. Für diese Marke wurden 1958-1960 der Cadillac Eldorado Brougham und 1988-1993 der Cadillac Allanté auch in der eigenen Produktionsanlage gefertigt. Heutzutage sieht sich Pininfarina als Design- und Ingenieursdienstleister für die gesamte Automobilindustrie. Neben dem Entwurf von Fahrzeugen, der Ableitung von Karosserievarianten wie Cabriolets, Kombis oder Coupés bietet Pininfarina Unterstützung bei der Vorbereitung der Karosseriefertigung und fertigt kleine und mittlere Serien. Die Designstudie Pininfarina Modulo von Paolo Martin wurde auf der Basis des Ferrari 512S konstruiert und 1970 auf dem Genfer Automobilsalon vorgestellt. Derzeit befinden sich zahllose luxuriöse Topmodelle, die von Pininfarina entworfen oder abgewandelt wurden, in Produktion. Darunter Sportwagen von Ferrari, Luxuslimousinen von Maserati, aber auch viele normale Mittelklasse-fahrzeuge wie der chinesische Brilliance BS6, oder Minivans wie der Hyundai Matrix. Auch im Schienenfahrzeugdesign hat sich Pininfarina einen Namen gemacht; zu den Entwürfen zählen die Lokomotive SBB Re 460, der InterCity-Neigezug SBB RABDe 500 und der italienische Hochgeschwindigkeitszug ETR 500. Auch die seit 2004 eingesetzten Züge der Straßenbahn Athen sind von Pininfarina gezeichnet. Im Computerbereich entwarf Pininfarina ein Gehäuse, welches durch Spire Design hergestellt und vertrieben wird. Pininfarina stellt im eigenen Werk auch Fahrzeuge in kleinen und mittleren Serien her, beispielsweise den Fiat 124 Spider, diverse Cabriolets für Peugeot oder den Mitsubishi Pajero Pinin. Seit 2007 wird im Turiner Pininfarina-Werk unter anderem das erste Cabrio von Ford mit einem klappbaren Hardtop montiert, das Ford Focus Coupe-Cabriolet.

Nach dem Ausstieg des Renault-Konzerns aus Matra erwarb Pininfarina 2004 dessen Anteile und plant mittelfristig, die Produktion im französischen Werk Romorantin-Lanthenay wieder aufzunehmen. Für verschiedene Fahrzeuge stellt Pininfarina das Dachmodul her.





 

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