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Hersteller › Lola

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Lola

Lola bezeichnet einen englischen Autohersteller. Seit den 1960er Jahren wurden mit wechselndem Erfolg und Unterbrechungen Rennwagen vor allem für die Formel 1 und die Formel 2 (später Formel 3000) hergestellt. Heute werden hauptsächlich Sportwagen für die 24-Stunden-Rennen von Le Mans und die American Le Mans Series gefertigt.
Gründer des Unternehmens ist der britische Ingenieur Eric Broadley. Den Namen seines Unternehmens entlieh er einem populären britischen Schlager der 1950er Jahre mit dem Titel „Whatever Lola wants Lola gets“, der von Gwen Verdon in dem Musical „Damn Yankees“ gesungen wurde.

Lola hatte im Laufe des Jahres 1994 für die Formel-1-Saison 1995 ein gegenüber den etablierten Teams ein neues Konzept entwickelt. Besonderes Merkmal war das vollständige Fehlen einer Airbox. Der T95/30 hatte stattdessen einen massiven Überrollbügel, während sich über dem Motor (einem Cosworth ED-V8) ein flacher, offener Filter befand. Tatsächlich war das Entfernen der Airbox kein selbsterdachtes Konzept von Lola. So wurde nach den tödlichen Rennunfällen von Ayrton Senna und Roland Ratzenberger über mehrere Möglichkeiten zur Reduzierung der Geschwindigkeiten in der Formel-1-Autos diskutiert. Ein Konzept im Sommer 1994 sah vor die Airbox entfallen zu lassen. Nachdem Harvey Postlethwaite, der Chefdesigner von Tyrrell, nachgewiesen hatte, dass auf diese Weise keine nennenswerten Leistungsreduktionen erreichbar waren, wurde das Konzept im November 1994 fallen gelassen. Lola verfolgte diesen Weg bei seinem Prototypen T95/30 jedoch weiter. Nachdem Lola sowohl in der Formel 3000, als auch in der Formel 3 an Bedeutung verlor, sah sich Eric Broadley gezwungen dem Namen Lola mit neuen Motorsport-Aktivitäten wieder zur alten Bedeutung zu verhelfen. Im November 1996 gelang es Broadley, einen Sponsorenvertrag mit dem Kreditkartenunternehmen Mastercard abzuschließen. Die Rede war von einem Budget in Höhe von 35 Millionen Dollar pro Saison. Das Finanzierungskonzept sah vor, diese Summe komplett durch Beiträge von Mastercard-Kunden aufzubringen, die ihrerseits für eine beträchtliche Gebühr (gestaffelt 79 $, 299 $ oder 2.9999 $) eine exklusive Kreditkarte und einige Vorteile in Bezug auf das künftige Formel-1-Team erhalten sollten. Eine Broschüre von Mastercard, die Ende 1996 an 300.000 Kunden verschickt wurde, sprach in diesem Zusammenhang von Zugang zum Rennteam bei einigen Veranstaltungen, Teamkleidung oder ein Diner mit Team-Mitgliedern. Im November 1996 fiel auch die Entscheidung, dass Lola-Mastercard bereits in der Formel-1-Saison 1997 an den Start gehen solle. Zu dieser Zeit blieben dem Team nur noch vier Monate bis zum ersten Rennen der Saison. Auf wen die Entscheidung für den frühen Start zurückzuführen war - Lola oder Mastercard -, ist heute unklar. Die Mehrzahl der zeitgenössischen Zeitungsberichte sieht hier allerdings Mastercard in der Verantwortung. Während das zur gleichen Zeit debütieren Team Stewart Grand Prix sein Formel-1-Auto bereits fertiggestellt hatte und nun erste Testfahrten unternahm, musste Lola zunächst ein Rennteam aufbauen. Im April 2009 wurde bekannt gegeben, dass Lola einen Wiedereinstieg in die Formel 1 für die Formel-1-Saison 2010 plane. Schon in Kürze wolle das Unternehmen mit der Entwicklung eines Formel-1-Fahrzeugs beginnen. Die Einschreibung für die Formel-1-Saison-2010 wurde von der FIA zunächst nicht berücksichtigt. Da durch den Budgetstreit zwischen der FIA und der FOTA die Einschreibungen einiger Teams nicht verbindlich waren, wurde die Einschreibefrist verlängert. Lola entschloss sich jedoch, die Bewerbung noch vor der endgültigen Entscheidung zurückzuziehen.

Die von Lola entwickelten und gebauten Rennwagen hingegen haben bis heute 158 GPs bestritten (das erste Mal 1962), jedoch bis auf 16 Rennen nie unter dem eigenen Namen. In der Formel 1 nutzten unter anderem Honda (1967-68, 4 Rennen, 1 Sieg, 13 Punkte mit John Surtees) und Larrousse (1987-1991, 17 Punkte) Chassis von Lola.

Modelle: Lola T70, Lola B06-30, Lola B2K-40, Lola B08-80, Lola T70-MkII Spyder + MKIIIB





 

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