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Hersteller › Hummer

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Hummer

Die Marke Hummer bestand ursprünglich nur aus einem Modell (das erst 2003 die Modellbezeichnung H1 erhielt), welches von der AM General Corporation entwickelt und produziert wurde. AM General hat auch das Basismodell aller Hummer, das militärische HMMWV (Humvee), für die US-Armee entwickelt und baut ihn seit 1985 bis heute. Bereits seit den späten 1980er Jahren plante die Firma, eine zivile Version des Humvees zu verkaufen.

1990 ließ AM General dann 2 identische weiße Hummer bei der London to Peking Motor Challenge teilnehmen, eine Rallye über die Straßen der ehemaligen Sowjetunion, bei der das Starterfeld gewöhnlich hauptsächlich aus klassischen Automobilen besteht. Die beiden Hummer schafften die Fahrt mit Leichtigkeit, und Höhepunkte der Rallye wurden in den Vereinigten Staaten auf ESPN gesendet. In den Schatten gestellt wurde dieses Ereignis allerdings durch die öffentliche Aufmerksamkeit, die dem HMMWV im darauffolgenden Jahr durch die Berichterstattung über seine Dienste während des Zweiten Golfkriegs zu Teil wurde. 1992 begann AM General eine Zivilversion des M998 HMMWV zu verkaufen. Die Marke Hummer war geboren. 1999 verkaufte AM General den Markennamen an General Motors (GM), produzierte aber weiterhin die Fahrzeuge, die GM dann weiterverkaufte. In den folgenden Jahren präsentierte GM zwei hauseigene Modelle unter der Marke Hummer, den H2 und den H3. Außerdem wird der Original-Hummer seitdem als H1 verkauft. AM General stellt weiterhin den H2 für GM her, die Produktion des H1 wurde 2006 eingestellt und GM verkaufte danach nur noch Restbestände. Der H3 wird von GM in Shreveport hergestellt.

Seit 2004 wird Hummer international über ausgewählte Importeure und Vertriebe in Europa und auf anderen Märkten verkauft. Zwar wurden bisher nur geringe Volumina abgesetzt, doch der Hummer ist immerhin so beliebt, dass australische Importeure dazu übergingen, den H3 auf Rechtslenkung umzurüsten – obwohl GM die Marke offiziell nicht in Australien verkauft. Um die Internationalisierung weiter voran zu treiben, fertigt GM den Hummer H3 seit 2006 in seinem südafrikanischen Werk in Port Elizabeth. Die dort gefertigten H3 sind für den südafrikanischen Markt vorgesehen sowie zum Export in andere Länder mit Linksverkehr, wie Australien, Großbritannien und Japan. Lt. Medienberichten hat GM im Juni 2009 mit dem chinesischen Spezialmaschinenhersteller Sichuan Tengzhong Heavy Industrial Machinery einen Käufer für diese Marke gefunden und einen Vorvertrag ausgehandelt. Der Sitz und die Aktivitäten sollen weiterhin in den USA bleiben, zudem sollen dadurch 3000 Arbeitsplätze gesichert werden. Im dritten Quartal 2009 soll die Übernahme abgeschlossen werden. Die Medienpräsenz der Hummer-Modelle ist sehr hoch. So wird beispielsweise die Serie CSI: Miami mit Hummern beliefert.

Alle Modelle der Hummer-Geländewagen haben einen tatsächlichen Treibstoffverbrauch von bis zu 30 Liter auf 100 Kilometern, gelten heute als Symbol für überdimensionierte und umweltschädliche Automobile. Mit bis zu 470 g CO2 pro Kilometer erreichen die Fahrzeuge negative Spitzenwerte für Serien-Pkw. In 2008 sind die Absatzzahlen der Marke gegenüber dem Vorjahresmonat um über 60 % eingebrochen. Dabei steht der kleinste H3 noch am besten da, als einziges Modell hat sich der Absatz „nur“ halbiert. GM stellte daher die Existenz der Marke bereits zu diesem Zeitpunkt in Frage.

Modelle: Hummer H1, H2, H3, HX Concept
 

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