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Hersteller › GAZ Gorkowski

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GAZ Gorkowski

Nachdem der Fünfjahrplan 1928–1932 besondere Aufmerksamkeit auf die bis dahin wenig entwickelte Automobilproduktion legte, schloss der Oberste Wirtschaftssowjet 1929 ein Abkommen mit dem amerik. Autobauer Ford, von dem Produktionsanlagen importiert und Lizenzen für die ersten Modelle übernommen wurden. GAZ wurde eine der größten Autofabriken der Russischen Sowjetrepublik; nachdem im Jahr 1930 mit dem Bau der Fabrikanlagen begonnen wurde, lief die Produktion im Jahr 1932 an. In den Vorkriegsjahren wurden vor allem Lastwagen, etwa der 1,5-Tonner GAZ-AA, aber auch Personenwagen wie der GAZ-A oder der M1 gebaut. Letzterer wird auch als Emka bezeichnet und basiert auf dem V8-40 von Ford. Während des 2. Weltkriegs produzierte die GAZ für die Kriegsindustrie. GAZ wurde 1941 und 1971 mit dem Leninorden ausgezeichnet, 1944 mit dem Rotbannerorden und 1945 mit dem Orden des Vaterländischen Krieges 1. Klasse.

Nach 1945 folgten Eigenentwicklungen wie 1946 der GAZ-20 (Pobeda) oder 1950 der luxuriöse GAZ-12 ZIM. Im Jahre 1956 begann die Produktion des GAZ-21 (Wolga), seit 1959 die Luxusmodelle GAZ-13 bzw. ab 1977 GAZ-14, den Tschaika.
Einen Verkaufsschlager landete das Unternehmen mit dem selbst entwickelten Transporter GAZelle. Mitte der 1990er Jahre tauchten die ersten Exemplare auf den Straßen Russlands auf und heute 2007) hat der Ur-GAZelle und alle auf dieser Plattform basierenden neueren Modelle einen geschätzten Marktanteil von 30–50 %. Der GAZelle ist mit einem modifizierten 4-Zylinder Benzinmotor der zuletzt produzierten Wolga Modelle ausgestattet (produziert von ZMZ), was dem Fahrzeug einen unökonomisch hohen Benzinverbrauch von 15–20 l/100 km beschert. Daneben wird ein Turbo-Dieselmotor (Magna Steyr) mit 2,1 l Hubraum angeboten, der von ZMZ (Sawolshskij Motornyi Sawod) in Lizenz gebaut wird. Vereinzelt sind auf dem Russischen Markt auch nachträglich auf westliche Turbo-Dieselmotoren umgerüstete GAZelle unterwegs.Neben Kraftfahrzeugen produzierte die GAZ außerdem Einzelmotoren, Ersatzteile, Fahrräder, Metall-werkbänke, Metallpressteile und anderes mehr. Heute fertigt GAZ unter anderem eine modernisierte Version des Wolga, den GAZ 31 Wolga. GAZ wird voraussichtlich in Zusammenarbeit mit der russischen Sberbank und dem kanadisch-österreichischen Automobilzulieferer Magna beim deutschen Automobilhersteller Opel einsteigen, wie am 29. Mai 2009 bekannt gegeben wurde.

GAZ und die Sberbank wollen dabei 35 %, Magna knapp 20 % der Anteile vom bisherigen Besitzer General Motors übernehmen. GAZ möchte durch den Einstieg jährlich bis zu 1 Mio. Opel für den russischen Markt bauen, nachdem die eigene Produktpalette inzwischen veraltet und nicht mehr gefragt beim russischen Kunden ist. Opel hingegen ist nach einem ZDF-Bericht von Mai 2009 in Russland aufgrund seiner fortschrittlichen Technologie sehr gefragt und eine "Modemarke".

Modelle: GAZ, KAMAK, OKA, UAZ, VITA, Sobol, Gazelle, Maxus
 

Kartenansicht GAZ Gorkowski